Checkliste: Was macht ein Makler?

Juni 4, 2019 / Redaktion

Eine Wohnung zu kaufen, zu verkaufen oder zu vermieten ist ein großer Schritt.

Viele Menschen entscheiden sich daher für die Beauftragung eines Maklers.

Wir erklären, welche Aufgaben Ihr Makler übernimmt und wie Sie einen seriösen Makler erkennen.

Was macht ein Makler?

Checkliste: So erkennen Sie einen seriösen Makler

1. Persönliches Auftreten

2. Erfahrung und Kompetenz

3. Kommunikation und Vermittlung

4. Regional ortskundig

5. Transparente Provision

6. Qualifikation

Fazit

Was macht ein Makler eigentlich?

Umfassende Beratung bis zum KaufQuelle: Syda Productions @Shutterstock

Beim Kauf: Der ideale Immobilienmakler präsentiert Ihnen Objekte erst nach einer persönlichen Erstbesichtigung. Er begleitet Sie zu Besichtigungs- und Notarterminen und unterstützt Sie bei Verhandlungen.

Beim Verkauf: Er kann Ihr Objekt kompetent bewerten und hält Sie über die Ergebnisse seiner Marktrecherchen auf dem Laufenden.

Checkliste: So erkennen Sie einen seriösen Makler

So erkennen Sie einen seriösen MaklerQuelle: mohamed_hassan @Pixabay

Klicken Sie auf einen der Punkte, um eine ausführliche Erläuterung zu lesen.

  1. Persönliches Auftreten: Neben einem ordentlichen Firmensitz in zentraler Lage ist der Immobilienmakler jederzeit für Sie erreichbar. Bei Rückfragen nimmt er sich Zeit für Sie und geht auf Sie ein. Seine Unterlagen sind aktuell und gut aufbereitet.
  2. Erfahrung und Kompetenz: Ihr Makler besitzt rechtliche und finanzielle Sachkunde und Expertenwissen in Sachen Kauf und Verkauf von Immobilien. Er kann Ihr Objekt in einer Immobilienbewertung kompetent einschätzen.
  3. Kommunikation und Vermittlung: Ihr Makler informiert Sie regelmäßig über aktuelle Angebote und die allgemeine Entwicklung der Preislage auf dem Markt.
  4. Regional ortskundig: Er verfügt über eine sehr gute Ortskenntnis. Idealerweise befindet sich seine Niederlassung in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  5. Transparente Provision: Die Höhe der Provision wird vor Abschluss des Vertrages klar kommuniziert und transparent aufgegliedert.
  6. Qualifikation: Gütesiegel sowie Referenzen von bisherigen Auftraggebern sind ausschlaggebend.

1. Persönliches Auftreten: Freundlich und geduldig

Persönliches Auftreten des MaklersQuelle: mantatdgt @Pexels

Ein guter Makler ist freundlich, nimmt sich Zeit für Sie und beantwortet geduldig alle Fragen.

Er denkt für Sie mit und scheut sich auch nicht davor, Probleme anzusprechen.

Den Kreis der in Frage kommenden Wohnungen kann er durch eine sachkundige Vorauswahl und Erstbesichtigung eingrenzen.

Er trägt möglichst viele Informationen über Ihre Wunschimmobilie zusammen und begleitet Sie zu Besichtigungsterminen und zum Notartermin.

Er bewahrt stets den Überblick über die benötigten Vertragsformulare und erläutert Ihnen diese im Detail. 

Neben diesen Gegebenheiten sollten Sie jedoch auch auf die Firmenniederlassung und das allgemeine Auftreten des Maklers achten: Achten Sie auf die Firmenadresse und Erreichbarkeit. Außerdem sollte sein äußeres Erscheinungsbild angemessen sein und er sollte sich gut ausdrücken können.

2. Erfahrung und Kompetenz

Gute Makler haben Fachwissen und KompetenzQuelle: rawpixel @Pixabay

Wenn Sie Immobilienbesitzer sind und über einen Immobilienkauf oder -verkauf nachdenken, benötigen Sie einen kompetenten Dienstleister mit guten Referenzen.

Fragen Sie sich als erstes, welche Ausbildung der Makler vorzuweisen hat.

Ist er z.B. Jurist, Bank- oder Immobilienkaufmann, oder hat er weder Erfahrung noch Bezug zum Metier des Maklers?

Denn:

Anders als der Immobilienkaufmann handelt es sich bei dem Beruf Immobilienmakler nicht um einen Ausbildungsberuf.

Um sich Makler nennen zu können und Häuser, Grundstücke, Wohnungen oder Rechte an diesen Liegenschaften zu vermieten oder zu verkaufen, wurde bisher nur der Gewerbeschein zur Vermittlung von Immobilien benötigt.

Erst zum ersten August 2018 trat ein Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter in Kraft.

Er soll kaufmännisch versiert sein und örtliche Auflagen, Ansprechpartner und Behörden kennen.

Grundsätzlich sollten Sie sich vor der Auftragserteilung ruhig mehrere Dienstleister und Leistungen gründlich vergleichen und sich im Zweifelsfall mehrere Angebote einholen.

3. Kommunikation und Vermittlung

Von der Vermittlung bis zum Kaufvertrag, Adobe Stock.pngQuelle: Eisenhans @Adobe Stock

Wo eine Immobilienbewertung des Maklers zur Immobilie nicht ausreicht, weiß er, welche vereidigten Sachverständigen gut arbeiten und Ihnen rechtzeitig ein Gutachten erstellen können.

Er vereinbart entsprechende Termine für Sie und berät Sie bei kniffligen Fragen. Dazu gehören Baumängel, Schadstoffe, Energieausweis und -verbrauch.

Er verhandelt mit dem Verkäufer und arbeitet dem Notar Ihres Vertrauens der Beurkundung zu.

Für die Finanzierung stellt er alle objektseitig erforderlichen Unterlagen zusammen.

Ein seriöser Immobilienmakler unterstützt Sie auch nach dem Notartermin, ist bei der Objektübergabe dabei und bietet Ihnen darüber hinaus weitere Betreuung.

4. Regional ortskundig

Regional ortskundige Makler bevorzugenQuelle: MIM @Adobe Stock

Ein mittelständisches Unternehmen oder ein Immobilienmakler, welche sich im Immobilienmetier über Jahre hinweg behauptet hat, verdient in aller Regel einen Vertrauensvorschuss. Dennoch sollten Sie nicht blind entscheiden, sondern vorerst alle bisherigen Checkpunkte abarbeiten.

Für das Einschalten eines Maklers spricht vor allem seine Marktkenntnis. Er überblickt das vorhandene Immobilienangebot, kennt die rechtlichen und geografischen Gegebenheiten und ist über die aktuellen Immobilienpreise informiert.

Sein Angebot sollte sich über eine große Reichweite verteilen, aber er sollte trotzdem mit den regionalen Begebenheiten bestens vertraut sein.

5. Maklerprovision - Wer zahlt sie?

Maklerprovision ist frei verhandelbarQuelle: loufre @Pixabay

Wer einen Makler mit dem Immobilienverkauf beauftragt, schließt mit ihm einen Vertrag, in dem auch die Höhe der Provision geregelt ist.

Dieser Vertrag sollte vor Unterzeichnung gewissenhaft geprüft werden.

Vor allem wichtig sind Leistung und Gegenleistung.

Was muss der Immobilienmakler für den Interessenten tun? Wie und wann ist seine Leistung zu vergüten?

Die Basis für die vom Käufer geschuldeten Maklerprovision bildet der im Kaufvertrag beurkundete Kaufpreis.

Die Provision des Immobilienmaklers ist gesetzlich nicht vorgeschrieben und deshalb für den Käufer frei verhandelbar. Mieter zahlen maximal zwei Nettomieten der Immobilie als Provision.

Im Ergebnis bezahlt der Käufer je nach Region und Bundesland Kosten zwischen 3,57% und 7,14% des Kaufpreises.

6. Qualifikation

Immobilien-Verband DeutschlandQuelle @ivd.net

Es gibt verschiedene Gütesiegel und Zertifikate von namhaften Verbänden, die Maklern Sachkunde und Vertrauenswürdigkeit attestieren.

Das traditionelle Gütesiegel im Immobilienmetier ist das des Ringes Deutscher Makler (RDM).

Angesichts des ungleichen Ansehens des Berufsbildes vergibt der Immobilien-Verband Deutschland (IVB) seit über 10 Jahren ein eigenes Qualitätssiegel. Wer die Plakette bekommen möchte, muss rechtliches, wirtschaftliches und steuerliches Immobilienwissen nachweisen können. Außerdem ist eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Pflicht. Diese Versicherung übernimmt mögliche Schäden, die dem Mandanten entstehen können.

Des Weiteren gibt es das „Top Immobilienmakler (DIQP)“ Gütesiegel, das sich vor allem Onlineanbietern widmet. Das Siegel basiert auf einer Kundenbefragung und bewertet neben Kompetenz auch Freundlichkeit, Service und die Onlinepräsentation.

Auch die Mitgliedschaft beim Immobilienprofi (IP), der die gleichnamige Fachzeitschrift herausgibt, ist ein Indiz für seriöse Arbeit.

Gute Sachkunde garantiert auch der Nachweis eines erfolgreichen Besuchs der Deutschen Immobilien Akademie der Universität Freiburg (DIA).

Seit 2017 gibt es eine EU-Norm für Dienstleistungen von Immobilienmaklern und bis Ende 2020 müssen erstmals Fortbildungsnachweise erbracht werden.

Fazit

Gute Makler leisten gute DiensteQuelle: nattanan23 @Pixabay

Gute Makler leisten auch gute Dienste. Sie haben einen geschulten Blick für die Details, und ihre Betreuung ist nachhaltig. Die vermeintlich hohen Kosten rechnen sich also.

Titelbild: rawpixels.com @ pexels.com



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